Ostern 2020

Veröffentlicht

Werte Kameraden und Freunde der RK-Siegburg,

wir stehen kurz vor dem Osterfest und ich nehme jedes Jahr die Gelegenheit wahr mich an euch zu wenden. Das will ich gern auch und gerade jetzt in dieser besonderen Zeit machen.

Wir werden bestimmt von Meldungen zu Corona, egal wann egal wo. Es scheint als stünde das Leben still und es gäbe nur noch dieses Thema.

Wie immer in solchen Situationen kommt der Charakter von Menschen und Organisationen, ja von Kulturen ans Licht. Menschen die sich einbringen mit der ganzen persönlichen Kraft welche diesen zur Verfügung steht. Und Menschen den alles egal ist außer dem was sie selber betrifft.

Ich will mich hier gar nicht weiter einlassen, ich möchte meinen Blick auf die Seiten-Ereignisse und Folgen der Corona Situation wenden.

Wir haben gerade jetzt Menschen die unsere Hilfe brauchen. Aber eben nicht nur die an Corona erkrankten Menschen, das sind der Zeit bei 82 Millionen Menschen in Deutschland 92.000 Menschen die erkrankt sind, nicht mal ein Promille. Ich will das gar nicht runter reden, das ist schlimm! Doch es gibt Tausende Menschen die auch unsere Hilfe brauchen. Die Bedürftigen, die Menschen den es seelisch nicht gut geht, die alleinlebenden, die nun noch mehr abgeschnitten sind, oft in winzigen Wohnungen.

Und es ist auch nicht so dass Menschen jetzt nicht an anderen Krankheiten erkranken und leiden.

Es gibt Angehörige die fürchten und Trauern auch ohne Corona. Bitte lassen Sie uns diese Menschen nicht vergessen!

Es wird weiter in der Welt durch Hunger und Gewalt gestorben, auch daran sollten wir denken.

Wir sollten uns auch darüber im Klaren sein das es eine Zeit nach Corona oder mit Corona geben wird. Eine Zeit in der viele Menschen unsere Hilfe brauchen werden.

Ich möchte Sie bitten, befolgen Sie die Anordnungen zur Eindämmung der Corona Infizierung! Aber vergessen wir nicht die Menschen um uns herum. Seien wir kreativ und kommunizieren mit den Mitteln die wir haben. Glück und Trost können oft auch ein Telefonat oder ein Brief geben.

Denken wir an die Menschen die nun noch mehr als sonst auf sich gestellt und abgeschnitten sind.

Und seien wir bereit für die Zeit die kommt. Last uns bereit sein anzupacken und die Aufgaben anzunehmen, nicht die welche wir uns wünschen, sondern die die kommen.

Ich bin sicher das dies im Sinne dessen ist an dessen Opfer wir in diesen Tagen gedenken.

Zum Abschluss möchte ich ein Zitat setzen, dass die Düsternis, die manche in diesen Tagen empfinden etwas erhellen soll.

 

Andre haben andre Schwingen, Aber wir, mein fröhlich Herz, Wollen grad hinauf uns singen, Aus dem Frühling himmelwärts!

 Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

Ich wünsche Euch und euren Familien ein gesundes Osterfest!

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Olaf Kortenhoff

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.